DOK.fest 2026
Das Deutsche Theater München und das DOK.fest München präsentieren
Deutsches Theater trifft DOK.fest
Zwei Münchner Kulturmarken, die weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlen. Das Deutsche Theater und das DOK.fest München machen gemeinsame Sache – und das nun schon viele erfolgreiche Jahre. Wir freuen uns, dieses ganz besondere Festival erneut als Partner zu begleiten und zu eröffnen. Dafür wird unser Theatersaal wieder für kurze Zeit in das größte Kino der Stadt verwandelt. Unser Innenhof und unser Foyer bieten den perfekten Rahmen für die Filmpremieren, die hier gezeigt und gefeiert werden. Wir rollen dem Dokumentarfilm im wahrsten Sinn des Wortes den Roten Teppich aus! Die große Eröffnungsfeier des Festivals durch seine neue Leiterin Adele Kohout und Thomas Linsmayer, Geschäftsführer des Deutschen Theaters, findet am 6. Mai statt. Im Anschluss wird der Film Ingeborg Bachmann – Jemand der ich einmal war gezeigt. Bis 10. Mai folgen weitere Filmpremieren.
Blick auf die Welt
Über 100 aktuelle internationale Dokumentarfilme eröffnen beim DOK.fest Perspektiven auf unsere Welt. Jenseits der täglichen Berichterstattung erzählen sie von Menschen, Beziehungen und Lebensrealitäten aus unterschiedlichsten Regionen. „Die Filme unseres diesjährigen Festivalprogramms greifen viele […] Themen auf, erzählen von Einsamkeit und Verbundenheit, von zwischenmenschlichen Beziehungen, von Erfahrungen, die über Generationen hinweg wirken, und fragen nach dem Einfluss politischer Entwicklungen auf unser Zusammenleben“, sagt die Künstlerische Leiterin Adele Kohout.
Film zur Eröffnung
Eröffnet wird das DOK.fest mit dem Film Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war, der damit auch seine Weltpremiere feiert. Der hybride Film von Regina Schilling verbindet Spielszenen und dokumentarische Elemente. Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926 – 1973). „‚Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar‘, ein bekannter Satz Bachmanns, könnte dieses Jahr als Motiv über unserem Festival stehen. Denn der künstlerisch wertvolle und gesellschaftlich relevante Dokumentarfilm lässt uns genauer hinsehen, sowohl auf unsere Welt als auch aufeinander“, so Kohout weiter.
Festivaleröffnung mit Eröffnungsfilm
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
Deutschland, Österreich, 2026, Regina Schilling, 96 Min.
Sandra Hüller verkörpert Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag in Rom. Regina Schillings hybrider Film webt Spielszenen, Archivmaterial und Bachmanns eigene Texte zu einem Porträt, das die Autorin neu lesbar macht und ihre Sprache als Referenz in aktuelle Debatten über Geschlechterverhältnisse und Macht stellt.
© Herbert List Magnum Photos OSTKREUZ Archiv
Weitere Filme
DAS GEWICHT DER WELT (THE WEIGHT OF THE WORLD)
Deutschland, 2026, Florian Heinzen-Ziob, 93 Min., Deutsch, Englisch m. deutschen UT
Modelle, Berechnungen, Proben: Die Fakten zum Klimawandel liegen auf dem Tisch, doch die Politik will sie nicht sehen. Angesichts dieses Dilemmas entscheiden sich drei Wissenschaftler*innen, das Labor zu verlassen und aktivistisch zu werden. Maria, Sebastian und Nana setzen ihr Wissen ein, um die Integrität zwischen Gefühl und Ratio zu wahren.
© DOK.fest München 2026
FINDING CONNECTION
Deutschland, 2026, Florian Karner, 80 Min., Deutsch, Englisch mit engl. UT
Vier Menschen finden emotionale Nähe in Gesprächen mit KI-Chatbots, weil reale Beziehungen brüchig geworden sind. Doch nach einem Update im Jahr 2024 verändern sich die Plattformen, Avatare lassen große Nähe nicht mehr zu und die Bindungen geraten ins Wanken. Ein Film über die Frage, wonach wir in tiefen Beziehungen eigentlich suchen.
© DOK.fest München 2026
HELENE WEIGEL – REVOLUTIONÄRIN IM RAMPENLICHT
Deutschland, Österreich 2026, Maria Wischnewski, 102 Min., Deutsch, Englisch mit engl. UT
Wer war Helene Weigel? Der Film begleitet mit eindrücklichem Archivmaterial die überzeugte Kommunistin, Schauspielikone und Freidenkerin von ihren Theateranfängen über die Flucht vor den Nationalsozialisten bis zur Gründung und Leitung des Berliner Ensembles. Entstanden ist ein starkes Porträt, das endlich die „Frau hinter Brecht“ ins Rampenlicht stellt.
© DOK.fest München 2026
WHISTLEBLOWER
Deutschland, 2025, Marc Bauder, 90 Min., Deutsch, Englisch, Französisch mit deutschen UT
Ein Großneffe Lumumbas deckt Korruption im Kongo auf. Ein US-Drohnenpilot enthüllt, dass bei Angriffen systematisch Unschuldige sterben. Marc Bauder porträtiert Menschen, die eklatante Missstände aufdecken – begleitet von den Panama-Papers-Autoren Frederik Obermaier und Bastian Obermayer sowie der Whistleblower-Schützerin Delphine Halgand-Mishra.
© DOK.fest München 2026
I FOLLOW RIVERS
Norwegen, 2026, Barbora Hollan, 90, Englisch, Norwegisch mit engl. UT
Mariann Sæther, professionelle Kajakfahrerin, weigert sich, ihren sportlichen Ehrgeiz zu unterdrücken und sich ausschließlich mit dem Familienglück zufrieden zu geben. Stattdessen macht sie sich daran, ihren seit 20 Jahren gehegten Traum zu verwirklichen und den Aldeyjarfoss-Wasserfall zu befahren. Ein menschlicher Film über die Zerrissenheit einer Athletin.
© DOK.fest München 2026
DOK.fest München und Deutsches Theater präsentieren im Rahmen der Langen Nacht der Musik:
WACKEN
Deutschland, 2026, Cordula Kablitz-Post, 87 Min., Deutsch, Englisch mit engl. UT
Schlamm, Stromausfälle, Sintfluten – und trotzdem jedes Jahr wieder Wacken. Seit über drei Jahrzehnten steht das Wacken Open Air für Freundschaft, Sturheit und eine Szene, die zusammenhält. Mit Metal-Größen wie Kreator, Doro Pesch und Motörhead wird Wacken zum Ausnahmezustand – und zur Heimat für Fans aus aller Welt.
© Beetz Brothers film production GmbH
Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein Live-Konzert mit Musiker*innen der letzten Jahre Wacken Open Air.
NUISANCE BEAR
USA, Kanada, UK 202, Jack Weisman, Gabriela Osio Vanden, 90 Min, Englisch und Inukitut mit englischen UT
Ein junger Eisbär ist auf seiner saisonalen Wanderung mit der Existenz des Menschen konfrontiert, da die Grenzen zwischen menschlichem und tierischem Lebensraum durch den Klimawandel immer mehr verschwimmen. „For generations, we lived in a world where we kept our distance from each other. That world no longer exists.“ Ein aufrüttelndes cineastisches Erlebnis.
© DOK.fest München 2026
HER RACE TO SPACE
Deutschland, Frankreich, Französisch-Guyana, USA, Schweiz, 2025, Lena Leonhardt, 90 Minuten, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch mit engl. UT
Hélène Huby hat vor fünf Jahren The Exploration Company gegründet – ein Start-up in Planegg bei München, das Raumkapseln für Weltraumstationen baut und Elon Musks SpaceX direkt herausfordert. Porträt einer außergewöhnlichen Unternehmerin, die beweist, dass Kooperation und Menschlichkeit beim Wettlauf ins All weiter tragen als Powerplay.
© DOK.fest München 2026
Dokumentarfilme aus aller Welt
Zum mittlerweile 41. Mal holt das DOK.fest München Geschichten aus der ganzen Welt auf die Leinwand. Und das nicht nur in unserem Theater, sondern an den unterschiedlichsten Orten in der Stadt. Über 100 Dokumentarfilme stehen auch in diesem Jahr auf dem Programm. Jenseits der täglichen Berichterstattung erzählen sie von Menschen, Beziehungen und Lebensrealitäten aus unterschiedlichsten Regionen. „Die Filme des diesjährigen Festivalprogramms greifen viele Themen auf, erzählen von Einsamkeit und Verbundenheit, von zwischenmenschlichen Beziehungen, von Erfahrungen, die über Generationen hinweg wirken, und fragen nach dem Einfluss politischer Entwicklungen auf unser Zusammenleben“, so die Künstlerische Leiterin Adele Kohout.
Fotos © Ronny Heine, Mirja Kofler, Dominik Petzold, DOK.fest München




