Pressedienst: „Ab jetzt“ von Alan Ayckbourn
07. + 08.07.2026 im Silbersaal
Eine bittersüße Komödie
In einer nahen Zukunft voller Chaos und Technik kämpft der Komponist Jerome um die letzte menschliche Wärme, die ihm geblieben ist: Die Liebe zu seinem Sohn. Seit seiner Scheidung hat er diesen nicht mehr gesehen. In der Einsamkeit versucht er nun mit allen Mitteln sein Kind zurückzugewinnen – auch wenn er dafür gegen jede Moral handeln muss
Eine Frage der Menschlichkeit
Als sich schließlich durch das Jugendamt eine Gelegenheit ergibt, beginnt er, seinen perfiden Plan in die Tat umzusetzen: Eine perfekte neue Ehe. Fast zu perfekt. Doch dann kommt alles anders als geplant und irgendwo zwischen Technik und Chaos stellt sich schließlich eine Frage: Was bleibt, wenn die Menschlichkeit verloren geht? Genau dieser Frage geht der diesjährige Profilkurs Theater des Münchner Theresien-Gymnasiums nach. Und auch wenn diese Geschichte aus dem Jahr 1988 stammt, könnte das Thema nicht aktueller sein.
Theater am Theresien-Gymnasium
Es ist erstaunlich, dass im überschaubaren Theresien-Gymnasium überhaupt ein so lebendiges Theaterleben entstanden ist – fehlt dem ThG doch eine Aula für Veranstaltungen. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch und daher streckten die Theaterlehrkräfte ihre Fühler aus und präsentierten ihre Aufführungen auf unterschiedlichen Münchner Bühnen. Vor zehn Jahren wurden Theaterklassen in der Unterstufe eingeführt. Hinzu kam dann ein Wahlkurs für die 7. bis 10. Klasse und schließlich der Profilkurs Theater für die Oberstufe. Zuletzt spielte dieser Kurs Joseph Kesselrings schwarze Komödie Arsen und Spitzenhäubchen (2024) und Die Nashörner (2025), einen Klassiker des absurden Theaters.