Amaré
Brasilianischer Jazz
Ein neues Trio in Europa definiert die Schnittstelle zwischen brasilianischer Musik, kammermusikalischer Klangsprache und zeitgenössischem Jazz neu. Amaré – das Debütalbum von Céline Rudolph, Henrique Gomide und João Luís Nogueira – entwirft eine kühne und poetische Vision davon, wie brasilianischer Jazz im Jahr 2026 klingen kann: intim, intuitiv und unaufhörlich im Fluss. Kein Schlagzeug, aber Stimme, Klavier und akustische Gitarre geben dafür den Ton an.
Der Klang Südamerikas
Brasilien ist der gemeinsame Puls des Trios – rhythmisch, melodisch, spirituell. Doch Amaré ist kein nostalgischer Rückgriff und kein Stil-Experiment. Gomide spielt mit dem kristallinen Anschlag eines klassisch ausgebildeten Pianisten, der in den Vokabularen von Hermeto Pascoal und Egberto Gismonti zu Hause ist. Nogueiras Gitarre bringt gleichzeitig Bodenhaftung und Leichtigkeit ins Spiel, mit Linien, die Baden Powell und Ralph Towner verbinden. Und Rudolphs Stimme – zwischen Lyrik und Improvisation, Intimität und Offenheit – beweist eindrucksvoll, warum TSF Jazz France sie eine „Perle des europäischen Vocal Jazz” nennt. Sie verbindet sängerisch wie kompositorisch brasilianische Musik, Jazz, Chanson und afrikanische Einflüsse auf einzigartige Weise.
Die Liebe zum Meer
Der Name Amaré bringt dieses Lebensgefühl auf den Punkt: a maré (die Gezeiten) steht für den fließenden, sich stetig wandelnden Charakter der Musik. Amar é… (zu lieben heißt…) spricht von Hingabe, von etwas, das uns tief berührt. Das Meer wird zum Gefährten des Trios auf offener See – Symbol für Abenteuer, Verspieltheit, Tiefe und universelle Energie. Jedes Werk fühlt sich neu entdeckt an, nicht bloß arrangiert: respektvoll behandelt, aber neu geboren.
Besetzung
Céline Rudolph – Gesang
Henrique Gomide – Klavier
João Luís Nogueira – Gitarre
