News aus dem deutschen Theater
10.10.24
Riesige Begeisterung für die Musical-Nonnen
Wenn bei einer Premiere ein Gospelchor singt, dann kann es nur Sister Act sein. Die deutschsprachige Neuinszenierung des Blockbusters vom Londoner West End feierte am Donnerstagabend Deutschlandpremiere. Im Foyer stimmte der Auftritt von Gospel’n’Soul aus München bereits auf die Geschichte des Abends ein. Darin mischt die exzentrische Disco-Diva Deloris van Cartier den verstaubten Chor des Nonnenklosters der Schwestern vom Heiligen Geist gehörig auf, während sie sich dort vor ihrem gewalttätigen Lover Curtis versteckt hält.
Fotos: Nico Moser für ShowSlot
Auf dem roten Teppich war man sich einig: Man muss als erstes an Whoopi Goldberg denken, wenn es um Sister Act geht. Sie hatte neben dem Oscarkomponisten Alan Menken auch nochmal an der Überarbeitung des Musicals mitgewirkt. Schauspielerin Dionne Wudu hat schon selbst unzählige Male als Deloris auf der Bühne gestanden: „Ich kenne das Stück in und auswendig und bin gespannt, was Denise aus dieser Rolle gemacht hat.“ Auf einen traumhaften Abend – wie man es im Deutschen Theater gewohnt sei – freuten sich die Kabarettisten Jürgen Kirner und Volker Heißmann.
Spritzig, mitreißend und witzig
Nach dem ersten Akt kann man in viele strahlende Gesichter schauen. „Ich habe das Stück schon drei Mal im Theater gesehen, allerdings noch nie so gut wie hier“, lobte Komiker und Schauspieler Dieter Hallervorden Cast, Band und Kreativteam. Besonders hob er Hauptdarstellerin Denise Lucia Aquino hervor, die mit Kraft und Spielfreude auf der Bühne stehe. Mit „spritzig, mitreißend und witzig“ fasste Schauspielerin Eva Mähl den Abend kurz und treffend zusammen.
Spannend bis zum Schluss
Hallelujah, am Ende geht die Geschichte bekanntermaßen gut aus und das Publikum kann aufatmen. Mit tosendem Applaus und lautem Jubel schwappte die Begeisterung aus dem Zuschauerraum auf die Bühne. Und hinterher wurde im Foyer noch gebührend weitergefeiert.
Eindrücke
Fotos: Alexander Hartinger










