News aus dem deutschen Theater
24.04.2025
Acht Verdächtige und ein Mordfall
Für Krimifans gab es am vergangenen Mittwoch nur ein Ziel, nämlich unseren Theatersaal. Agatha Christies Mord im Orientexpress macht derzeit Halt in der bayerischen Landeshauptstadt und feierte seine Deutschlandpremiere in dieser Neuinszenierung. Für Schauspieler Sepp Schauer war der Fall klar: „Ich bin ein Fan des Films mit Peter Ustinov in der Hauptrolle, bin aber sehr gespannt, wie diese Geschichte heute Abend auf die Bühne gebracht wird.“ „Agatha Christie ist einfach ein Must“, fand Premierengast und Schauspielerin Jutta Speidel.
Einige Neugierige kamen auch ganz ohne Vorkenntnisse zur Premiere – wie zum Beispiel Model und DJane Giulia Siegel: „Ich weiß nur: Es kommt ein Zug, alle werden verdächtigt und einer ist tot. Und heute werden wir hoffentlich erfahren, wer der Mörder ist.“ Und auch wenn wir sonst das Musicalhaus der Stadt sind: Diese Inszenierung ist diesmal ein Theaterstück mit eigenem Soundtrack, auf den Influencer Tobi Haas besonders gespannt war.
Fotos: Nico Moser
„Sie erleben gleich eine Geschichte voller Romantik und Tragik. Es geht um Mord und Rachedurst. Was will man mehr für einen Abend in angenehmer Gesellschaft?“ Mit diesen Worten eröffnete Schauspieler Carsten Strauch in seiner Rolle als Meisterdetektiv Hercule Poirot den Abend. Der Soundtrack und die Projektionen zogen das Publikum direkt rein in den Orientexpress.
„Vor allem das Bühnenbild ist der Hammer,“ stellte auch Schauspielerin Eva Mähl in der Pause fest. Besonders die flexiblen Panels und die optischen Möglichkeiten, die sie bieten, wurden immer wieder lobend erwähnt. Die Musicaldarsteller Niklas Brunner und Helena Lenn bewerteten aber auch die Leistung der Cast als fantastisch: „Vor allem, wie toll alle ihre unterschiedlichen Akzente durchhalten.“
Begeistert von der Aufführung zeigte sich auch TV-Krimi-Experte Antoine Monot, der sich darüber hinaus sehr über ein Wiedersehen mit Kollege Carsten Strauch auf der Premierenfeier freute. Gemeinsam standen die beiden schon für die Sendung „Sketch History“ vor der Kamera. „Und letztes Jahr haben wir in einer Folge von ,Ein Fall für Zwei‘ gemeinsam gespielt“, erzählte Monot.
Wer sich bei Mord im Orientexpress selbst auf Spurensuche begeben will, kann noch bis 4. Mai in den sagenhaften Zug zusteigen.
Eindrücke
Fotos: Susanne Brill, Christoph Gedon, Deutsches Theater München








