News aus dem Deutschen Theater

    Feierliche Eröffnung des 34. DOK.fest

    Gestern Abend wurde das 34. DOK.fest feierlich eröffnet: 1.400 Gäste sahen im voll besetzten Deutschen Theater den Eröffnungsfilm The Whale and the Raven, in Anwesenheit der Regisseurin Mirjam Leuze, ihres Teams und der Protagonistin, der kanadischen Walforscherin Janie Wray. Der Film entführt in ein einzigartiges Biotop: Fjorde an der Westküste Kanadas, die Zufluchtsort für Orcas, Buckel- und Finnwale sind. Doch in der Nähe ist eine gigantische Exportanlage für Flüssiggas geplant, und das Gas soll auf Supertankern durch die Fjorde exportiert werden – eine existenzielle Bedrohung für das Naturparadies und die Wale, die dort leben.

    Für das Klima, für unsere Erde

    Der Film ist Teil der diesjährigen Themenreihe des Festivals, "DOK.focus humaNature", die sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur beschäftigt. "Ein Drittel der Meere ist laut neuestem UN-Bericht überfischt, circa ein Viertel der Böden ausgelaugt, das Artensterben so hoch wie nie und das Erreichen der gesetzten Klimaziele sehr unwahrscheinlich", sagt DOK.fest-Leiter Daniel Sponsel in seiner Eröffnungsrede. "Greta Thunberg, unser gutes Gewissen, spricht in ihrer jugendlichen Unbedarftheit all das aus, was wir nur ab und zu heimlich zu denken wagen: Unsere Zukunft ist nicht mehr ganz so offen, wie sie sein könnte und wir selbst sind die Ursache dafür. Wir müssen unser Leben ändern."

    Gegen Fake News, alternative Fakten und Populismus

    Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers betont in seiner Begrüßungsrede, wie wichtig der Dokumentarfilm heute ist: „Gerade heute in Zeiten von Fake News, alternativer Fakten und vermeintlich einfacher Lösungen für komplexe Probleme bietet uns der Dokumentarfilm etwas Unverzichtbares: nämlich spannende Einblicke in die Wirklichkeit da draußen. Der Dokumentarfilm ist und bleibt ein wichtiger Seismograph politischer, sozialer, gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen." 
    Hier schloss Dr. Hans Michael Strepp, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Digitales, an: „Mit 159 Filmen aus über 50 Ländern ist das Festival mittlerweile das größte reine Dokumentarfilmfestival in Deutschland und gehört zu den wichtigsten in Europa. 45.000 Zuschauer waren letztes Jahr dabei – das ist eine Vervierfachung in weniger als zehn Jahren."

    Alle Infos und Tickets für die weiteren acht Film-Premieren im Deutschen Theater gibts es hier.