Biographie

  • Mario Adorf Deutsches Theater München

© Johannes Haslinger

Mit mehr als 200 Film- und Fernsehrollen hat sich Mario Adorf in die Herzen von Millionen gespielt. Noch als Student an der renommierten Münchner Otto-Falckenberg-Schule entdeckte ihn der deutsche Film für die Landser-Trilogie „08/15“. Kurz danach folgte bereits seine erste Glanzrolle „Nachts, wenn der Teufel kam“.

Kein geringerer als der US-Regisseur Robert Siodmak drehte diesen zeitkritischen Spielfilm 1957 in Deutschland. Die Rolle brachte Adorf den Bundesfilmpreis, die erste von zahllosen Auszeichnungen seiner einzigartigen Karriere. Es waren außergewöhnliche Filme und Figuren, die Adorf entscheidend prägte. Seine überragenden Auftritte in Volker Schlöndorffs „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ nach Heinrich Böll und „Die Blechtrommel“ nach Günther Grass oder in Fassbinders „Lola“, um nur einige zu nennen, bereicherten den gesamten deutschen Film.

Auch auf der Bühne stellte er immer wieder sein vielfältiges Talent unter Beweis. Als Jimmy in Richard Nashs „Der Regenmacher“, Stanley in Tennessee Williams Drama „Endstation Sehnsucht“ bis hin zu „Othello“ von William Shakespeare. Die Liste der Regisseure, mit denen er filmte, liest sich wie ein „Best of“ des Weltkinos.

Ebenso vielfältig und erfolgreich wählte er seine Rollen fürs Fernsehen, von Brechts „Herr Puntilla und sein Knecht Matti“ 1966, über „Via Mala“, „Kir Royal“, „Allein gegen die Mafia“, „Der große Bellheim“ und „Der Schattenmann“ bis hin zu „Die Affäre Semmeling“. Unvergessen ist er auch als „Rossini“ in Helmut Dietls gleichnamigem Münchner Gesellschaftsportrait aus dem Jahre 1997.

Eher zufällig entdeckte er seine Liebe zur Schriftstellerei. Seit 1992 sein Erstlingswerk „Der Mäusetöter“ erschien, wurden in Deutschland ca. 800.000 Exemplare seiner Bücher verkauft. Zur Tournee erscheint sein neuestes, titelgleiches Buch „Zugabe“.

Es scheint das von Veränderung und Wechsel geprägte Leben zu sein, das Mario Adorf jung hält. Und jetzt kehrt er für sein Publikum noch einmal mit einer Zugabe live auf die Bühne zurück.