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Nur am Sonntag, 30. November 2014 im Silbersaal

Das Deutsche Theater München präsentiert eine Veranstaltung von Carpe Artem

 

Erol Sander - szenische Rezitation

Buch: Oscar Wilde

Filmeinspielungen aus dem Film: "Das Bildnis des Dorian Gray"

 

 

 

Erol Sander liest „Das Bildnis des Dorian Gray“

Erol Sander entführt das Publikum in die Abgründe der Seele des Dorian Gray. In seinem einzigen Roman behandelt Oscar Wilde den scheiternden Versuch eines Mannes, sein Leben als Kunstwerk zu gestalten, die dramatische Beziehung zwischen Schönheit und Sittlichkeit. Dieses Thema der europäischen Dekadenz war auch Wildes ureigenster Konflikt. So wurde der Roman, der einen Skandal auslöste, zum Dokument der Krise im künstlerischen Selbstverständnis des Exzentrikers Oscar Wilde.

Bildlich untermalt wird die Lesung durch Filmeinspielungen des gleichnamigen Filmes.

 

Der Roman

Lord Henry Wotton, ein geistreich-zynischer Dandy, verführt den unverdorbenen, bildschönen Jüngling Dorian Gray dazu, sich ganz der sinnlichen Lust und dem Vergnügen hinzugeben. Vor seinem gemalten Porträt äußert Dorian einen "wahnsinnigen Wunsch": Das Bildnis möge altern, er selbst aber ewig jung und schön bleiben. Der Wunsch geht in Erfüllung. Dorian beginnt ein wildes, ausschweifendes Leben und verliert in seinen exzentrischen Abenteuern die letzten moralischen Hemmungen. Sein Bildnis jedoch, der "Spiegel seiner Seele", zeigt seinen Verfall: seinen Identitätsverlust, der ihn schließlich in die Katastrophe führt.

Der Roman lehnt sich thematisch an Goethes „Faust“ an. Ähnlich wie Faust lässt sich Dorian Gray mit dem Teufel in Gestalt von Lord Henry ein, der ihm seinen größten Wunsch erfüllt – zum hohen Preis von Grays Seele. Genauso wie Faust strebt Dorian Gray nach dem Übermenschlichen, statt Erkenntnis will er jedoch unvergängliche Schönheit.


Oscar Wilde

Oscar Wilde
wurde am 16. Oktober 1854 als zweiter Sohn des namhaften Arztes William R. W. Wilde und dessen Ehefrau, der Dichterin Jane Francesca Elgee, in Dublin geboren. Nach seinem Literatur-Studium in Oxford (1874-1878) zog Oscar Wilde im Alter von 25 Jahren nach London. Bald gehört er zu den stadtbekannten Dandys. Auf den Abendgesellschaften, zu denen er eingeladen wurde, vertrat er eitel und geistreich und exzentrisch seine unkonventionellen Ansichten, verfügte jedoch über vollendete Manieren. Die Veröffentlichung seines Romans "Das Bildnis des Dorian Gray" löste 1890/91 einen Skandal aus. Als Dramatiker gelang Oscar Wilde erst 1895 der Durchbruch mit "Bunbury" ("The Importance of Being Earnest"). Der Erfolg war jedoch von kurzer Dauer. Eine gerichtliche Auseinandersetzung im selben Jahr endete im gesellschaftlichen und finanziellen Ruin. Am 30. November 1900 starb Oscar Wilde an den Folgen einer Mittelohrentzündung

 

Erol Sander

Sander Erol lebt seit 1973 in München, wo er BWL und Politikwissenschaften studierte. 1990 begann er in Paris eine erfolgreiche Karriere als Model und nahm parallel dazu Schauspielunterricht. Auf dem Bildschirm war Erol Sander erstmals in der französischen TV-Serie „Paradis d’enfer“ (1997) zu sehen. Sein Durchbruch im deutschen Fernsehen gelang ihm im Jahr 2001 in der Titelrolle der Krimiserie „Sinan Toprak ist der Unbestechliche“. Es folgten zahlreiche Rollen in großen TV-Filmen, darunter u.a. „Jetzt bringen wir unsere Männer um“ (2001), zusammen mit Veronica Ferres im Zweiteiler „Für immer verloren“ (2003) und „Eine Liebe im Zeichen des Drachen“ (2008). Sein Hollywood-Debüt gab er 2004 an der Seite von Colin Farrell und Angelina Jolie in Oliver Stones Kinospektakel „Alexander“ in der Rolle des Prinzen Pharnakes. 2007 übernahm er die Rolle des Winnetou bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Demnächst wird er im Ersten mit zwei neuen Folgen der Krimireihe „Mordkommission Istanbul“ zu sehen sein.

 

 

 

Beginn: 19 Uhr

Vorstellungsdauer: 80 min (ohne Pause)

Tickets*: € 29,00
* Preise ggf. inkl. Mwst und zzgl. Servicegebühren.

Vorstellung findet im Silbersaal statt!