50er Jahre
Max Greger
Der Saxophonist Max Greger, deutscher Big-Band-Leader (quasi) der ersten Stunde, heizte 1954 den
Münchnern kräftig ein mit "Take the A-Train", heute ein echter Jazzstandard, damals noch ein Titel mit einem
gewissen Schockfaktor — immerhin handelte es sich um Swing, eine Musikart, an die sich die Deutschen erst
langsam gewöhnten. Max Greger gestaltete den musikalischen Part der Münchner Jitterbug Meisterschaften
1954, die im Deutschen Theater stattfanden. Jitterbug war ein Swing-Tanz, der zur Jugendkultur gehörte und
im konservativen Nachkriegsdeutschland nicht überall auf Begeisterung stieß. Dementsprechend stand im
Programmheft zu lesen: "Jitterbug ist in der Öffentlichkeit ein heiß umstrittenes Thema. Viele lehnen den Tanz
ab, doch die Jugend zeigt für diese Tanzart ein außerordentliches Interesse." Max Greger gehörte von 1963-
1977 für ein Millionenpublikum zum festen Bestandteil der großen Fernsehshows "Vergißmeinnicht", "3 mal 9",
"Musik ist Trumpf", "Wünsch‘ Dir was" und "Der Große Preis". In den 50er Jahren war er immer wieder gern
gesehener Gast am Deutschen Theater.
