50er Jahre
Johannes Heesters ("Hochzeitsnacht im Paradies", 1952; "Meine Schwester und ich", 1955; "Graf von Luxemburg", 1956; "Da Capo", 1961)
In insgesamt vier Produktionen war Johannes Heesters, heute der Grand Seigneur der deutschen Bühnenunterhaltung, am Deutschen Theater zu erleben. Erstmals war Heesters 1952 hier in der Revue-Operette "Hochzeitsnacht im
Paradies" zu sehen. Auch die 1955 folgende Produktion "Meine Schwester und ich" war ein musikalisches Lustspiel. Heesters hatte die Operette selbst inszeniert (dieses Genre war sein Herzblut: "Und meine Geliebte bist Du — Du:
die Operette", wie Heesters im Programmheft bekennt). Als Bibliothekar Dr. Roger Fleuriot musste Heesters in "Meine Schwester und ich" seine Eheprobleme mit Gretl Schörg (als seine Frau Dolly) bewältigen — eine Ehe, die wie so viele Liebesgeschichten, ganz harmlos begann: "Drum lade ich Sie ein, Fräulein,/zu einem Glas Wein, Fräulein/doch über
das Mehr, Fräulein,/spricht man erst nachher!" 1956 war Heesters am Deutschen Theater im "Graf von Luxemburg" zu sehen, 1961 hatte er in "Da Capo" seinen letzten Auftritt am Deutschen Theater.

