Das Deutsche Theater München "...eine kostbare Perle" Süddeutsche Zeitung

Das Deutsche Theater ist einzigartig in der deutschen Bühnenlandschaft. Es ist mit seinen 1.600 Sitzplätzen, seinen rund 300 Vorstellungen das nach der Oper größte Theater in München und das größte, wohl auch berühmteste Gastspieltheater mit Vollbühne in Deutschland. Deutsches Theater, das bedeutet internationales Showbusiness auf höchstem Niveau, das sind aufwändig gestaltete Spitzenshows, mitreißende Geschichten und fulminante Live-Musik. Hier im Deutschen Theater werden die erfolgreichsten Musicals vom Broadway und Londoner West End präsentiert, hier erleben sensationelle Neuinszenierungen aus aller Welt ihre Deutschland- oder gar Europapremiere. Meisterhafte Ballette und faszinierendes Tanztheater gehören hier ebenso zum Programm wie elegante Musikshows und zeitgemäßes Entertainment.

Das Deutsche Theater blickt auf eine leuchtende Geschichte zurück. 1896 als luxuriöser Amüsiertempel im Neorokoko-Stil eröffnet (und mittlerweile unter Denkmalschutz stehend), eroberte es sich schnell die Herzen der Münchner. In den 20er Jahren avancierte das Theater zum prächtigsten Ort der Residenzstadt für glitzernde Revuen. Stars wie Karl Valentin und Liesl Karlstadt wurden hier einem breiteren Publikum bekannt. Immer wieder stand das Haus auch im Zentrum von Theaterskandalen, so auch, als 1929 der Tänzerin Josephine Baker der Auftritt im Bananenröckchen untersagt wurde – zu erotisch (für die Aufsichtsbehörden). Zu diesem Abschnitt aus der Geschichte des Deutschen Theaters gehört auch Peter Kreuder – Erfolgskomponist von Hits wie „Ich wollt‘ ich wär ein Huhn“ – der damals Kapellmeister am Deutschen Theater war. Bald wurde das Haus auch zum Ort rauschender Feste und Bälle. Seit dem Silvesterball 1896 ist das Deutsche Theater auch die Faschingshochburg Münchens, wo Stars wie Romy Schneider (damals noch als junges Mädchen) auf eleganten Bällen „debütierten“, sprich: festlich in die Gesellschaft eingeführt wurden. Festlich geschmückt verwandelt es sich jedes Jahr im Januar und Februar in Europas schönsten Ballsaal.

Diese Tradition wird natürlich auch in den Jahren, in denen das Deutsche Theater noch an seinem Ersatzspielort in Fröttmaning gastiert, fortgesetzt. Auf Grund der Generalsanierung des Haupthauses residiert der „Palast des Lächelns“ bis voraussichtlich Frühjahr 2012 unter der Kuppel eines komfortablen Theaterzelts in der Nähe der Allianz-Arena, das ebenfalls für 1.600 Personen Platz bietet.

Tickethotline des Deutschen Theaters 089/55 23 44 44
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Der Palast des Lächelns - seit über hundert Jahren im Herzen der Münchner

Es glitzert im Musentempel. Seit 1896 geben sich hier die Showgrößen und Weltstars der musikalischen Bühnenunterhaltung die Klinke in die Hand. Durch mehr als ein turbulentes Jahrhundert hindurch war und ist das Deutsche Theater der "Palast des Lächelns" für München. Heute ist das Deutsche Theater das größte Gastspieltheater der Bundesrepublik mit ca. 300.000 zufriedenen Gästen im Jahr. Und im Januar und Februar verwandelt sich das Deutsche Theater seit über hundert Jahren in das Ballhaus der Stadt München.

Die erstaunliche Erfolgsgeschichte beginnt im Jahr 1896. Das Deutsche Theater wird von dem Architekten und Unternehmer Alexander Blum als neobarocker "Feenpalast" und Vergnügungszentrum in der Schwanthalerpassage erbaut. Schnell entwickelt sich das Theater zum "vornehmste Varieté der Residenz" und bietet die ganze Bandbreite europäischer Komödianten, Komiker, Akrobaten, Tänzer, Charakterdarsteller und Unterhaltungsmusiker. Von Beginn seines Bestehens an ist das Deutsche Theater auch eine Faschingshochburg für den Münchner Ballfasching. Die rauschenden und mondänen Feste erlangen Weltruf. Bald gilt das Deutsche Theater als einer der schönsten Ballsäle Europas.

Nach einem kurzen Revolutionsgastspiel als Parlament des Volksrates Bayern 1918 übernimmt Hans Gruß das Theater und präsentiert opulente Ausstattungs-Revuen. Karl Valentin narrt das Publikum mit seinen skurrilen Parodien. Für großen Presserummel sorgt 1929 das Auftrittsverbot von Josephine Baker. Die Staatsgewalt sieht im "Bananenrock-Tanz" eine Verletzung des öffentlichen Anstands. Ab 1922 ist der spätere Hit- und Filmkomponist Peter Kreuder ("Ich wollt'ich wär ein Huhn"; "Sag beim Abschied leise Servus") Musikalischer Leiter und Dirigent des Deutschen Theaters.

1935 gerät Hans Gruß durch Aufführung von Stücken jüdischer Autoren ins Schussfeld nationalsozialistischer Interessen, was zusammen mit finanziellen Problemen sein Ende als Theaterleiter bedeutet. Sein Nachfolger wird Paul Wolz, der die Spielplangestaltung von Gruß großenteils beibehält. Revue und Varieté unterhalten die Münchner während des 2. Weltkrieges, bis das Deutsche Theater 1943 von Bomben zerstört wird.

1951 öffnet sich nach notdürftiger Renovierung wieder der Vorhang zum "Traumland der Revue". Johannes Heesters, Marika Rökk, Hans Moser und Zarah Leander lauten zu dieser Zeit die Namen der Publikumslieblinge auf den Plakaten. Der Zauberer Kalanag lässt auf wundersame Weise Elefanten oder NSU-Roller auf der offenen Bühne verschwinden.

Mit der "West Side Story" erobert 1961 das Musical die Bühne des Deutschen Theaters und feiert sensationelle Triumphe. Die Gattung "Musical" ist den Deutschen, die durch den Krieg von der internationalen Entwicklung des Musiktheaters abgeschnitten waren, weitestgehend unbekannt. Das Deutsche Theater öffnet den Münchnern mit solchen Shows erstmals ein Fenster zum New Yorker Broadway, überhaupt zur ganzen Welt. Gastspiele ausländischer Ensembles werden nun immer häufiger. Daneben finden aber auch Veranstaltungen wie Olf Fischers "Komödienstadel" ihre Heimat am Deutschen Theater: Die großen Volksschauspieler wie Beppo Brem, Erni Singerl und Maxl Graf gastieren in diesem Rahmen regelmäßig am Deutschen Theater. 1965 übernimmt Dr. Kurt Plapperer von Paul Wolz die Direktion des Deutschen Theaters

Von den frühen 60er Jahren bis 1976 finden neben den Gastspielauftritten von Showgrößen wie Harald Juhnke oder Marcel Marceau und Aufführungen von Musicals und Balletten alljährlich die "Theaterwochen" statt, in deren Rahmen die großen Klassiker des Sprachtheaters aufgeführt werden. Ernst Deutsch spielt den Shylock in Shakespeares "Kaufmann von Venedig", Klaus Kinski ist der Dauphin in George Bernhard Shaws "Heiliger Johanna", Josef Meinrad tritt auf in Nestroys "Der Färber und sein Zwillingsbruder".

Nach seiner renovierungsbedingten Schließung von 1977 bis 1982 wird die Stadt München Betreiberin der "Deutsches Theater München Betriebs GmbH". Geschäftsführer Heiko Plapperer-Lüthgarth - von Kindesbeinen an vertraut mit dem Theaterbetrieb - leitet seitdem das Theater und gibt die Bühne frei für ein vielseitiges Programm mit den Schwerpunkten Musical, Entertainment, Show, Ballett, Tanztheater, Operette, jährlich unterbrochen von der Ballsaison mit illustren Gesellschaftsfesten und rauschenden Kostümbällen. Eine internationale Sensation ist 1993 der erste Europaauftritt des Illusionsgenies David Copperfield. Zu den wichtigen Stammgästen gehört auch der Allround-Künstler André Heller, der in der Schwanthalerstraße mit vier Shows Weltpremiere feiert. Im Operettensommer des Deutschen Theaters begeistert das Budapester Operettentheater seit 1985 mit Klassikern wie "Gräfin Mariza" oder der Csárdásfürstin das Münchner Publikum.

Nach der Jahrtausendwende zeigt das Deutsche immer öfter innovative Musicalproduktionen sowie Klassiker des Musiktheaters, nicht selten in einer Deutschlandpremiere oder sogar Welturaufführung. Darunter das erfolgreichste deutschsprachige Musical "Elisabeth", die Deutschlandpremiere des Musicals "Ganz oder gar nicht", "Grease", "Evita", "Rent" oder die "Gospel-Weihnachtsshow mit den Songs aus dem Film Sister Act'".

Im Oktober 2005 verabschiedet sich der langjährige Geschäftsführer Heiko Plapperer-Lüthgarth mit einem großen Festakt von seiner Bühne und Andrea Friedrichs leitet anschließend die Geschäfte des Traditionshauses an der Schwanthalerstraße.

2007 übernehmen Carmen Bayer und Werner Steer die Geschäftsführung des Deutschen Theaters und führen die Tradition des Unterhaltungstheaters fort. Als der Stadtrat Anfang 2008 die Generalsanierung des Hauses in der Schwanthalerstraße beschließt, entscheidet man sich dafür, das Theater – im Gegensatz zur Sanierung 1982 – nicht zu schließen. Für die Dauer der Sanierung wird eine neue Heimat gesucht und im Frühjahr 2008 auch gefunden: Das Deutsche Theater siedelt in den Münchner Norden um, in direkte Nachbarschaft zur Allianz-Arena. Auf knapp 4.000 Quadratmetern errichtet das Deutsche Theater einen Zeltpalast, der dem Theaterbesucher jeden erdenklichen Komfort bietet – eine Bühne mit besonderem Flair.

Das Deutsche Theater wird voraussichtlich im Frühjahr 2013 wieder sein altes Quartier in der Schwanthalerstraße beziehen.

 


DAS DEUTSCHE THEATER MÜNCHEN - Kurzprofil

Das Deutsche Theater ist Münchens Fenster zur Welt: Hier spielen internationale Spitzenproduktionen aus allen Teilen des Globus, direkt vom Londoner West End oder dem New Yorker Broadway. Musical, Show, Entertainment, Tanztheater, Ballett, Operette, Comedy. Ob Hagen Rether, Monika Gruber oder Günter Grünwald, ob "Grease" oder "Evita" - das Deutsche Theater ist der Ort der ganz besonderen Unterhaltung. Im Frühjahr "maskiert" sich das Deutsche Theater zum "Ballhaus der Stadt München" - seit hundert Jahren die Faschingshochburg Nummer 1 in München, bekannt für seine eleganten "Feste von Weltruf".

Ticket-Service: 089 - 55 23 44 44

Deutsches Theater München
Werner-Heisenberg-Allee 11
80939 München
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